Vor- und Nachteile von Energiesparlampen

Vor- und Nachteile von Energiesparlampen

Seit der neuen EU-Richtlinie von 2009  wird mehr denn je über Energiesparlampen und deren Vor- und Nachteile diskutiert. Langsam wird die klassische Glühlampe nun endgültig aus den Regalen verbannt. Man tut sich schwer, die neuen Glühlampen zu akzeptieren und manch Einer hortet schon konventionelle Glühlampen, um nicht auf Energiesparlampen umstellen zu müssen. Die Gegner und Befürworter erörtern in den Medien seit Wochen, in wie weit die „Energiesparlampe“ (eigentlich eine Kompaktleuchtstofflampe) nun wirklich energieeffizient ist. In folgendem Abschnitt sollen noch einmal die wichtigsten Pro und Kontra Argumente zusammenfassend dargestellt werden.

Vorteile:

Eine Energiesparlampe besteht aus einer Leuchtstoffröhre, in der Gas enthalten ist, welches zum Leuchten gebracht wird. Dadurch verbraucht sie bis zu 80% weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. Denn die Energiesparlampe wandelt ca. 25% des eingesetzten Stroms in Licht um. Die normale Glühbirne kann mit nur 5 % Umwandlungsleistung da nicht mithalten. Weniger Stromverbrauch heißt somit auch weniger Stromkosten.

Außerdem ist bewiesen, dass Energiesparlampe eine wesentlich höhere Lebensdauer haben. Bis zu 10.000  Stunden Brenndauer sind möglich, und können somit 10x länger leuchten als Glühbirnen, die nur bei 1.000 Stunden Brenndauer liegen. Wie oben schon erwähnt, erzeugt das Gas das Licht und nicht die Glühwendel. Damit wird auch eine geringere Wärmeentwicklung erreicht, was Lampengehäusen und Raumtemperatur gut tut.

Nachteile:

Den meisten Nutzern von Energiesparlampen ist schon aufgefallen das sie nicht nur mehr in der Anschaffung kosten sondern bei Gebrauch bis zu einer Minute brauchen, um ihre vollständige Leuchtkraft zu entfalten. Das ist bis jetzt einer der größten Kritikpunkte, da der Verbraucher gewöhnt ist, bei einschalten des Lichts sofort die volle Lichtleistung zu bekommen. Außerdem lohnen sich Energiesparlampen erst ab einer längeren Brenndauer. Sie brauchen relativ viel Energie zur Lichtentwicklung und sollten somit nicht ständig an und ausgeschaltet werden. Eine kurzfristige Nutzung ist somit nicht unbedingt effizienter als bei herkömmlichen Glühlampen. Als oftmals störend wird auch das veränderte Farbspektrum angesehen. Zum Beispiel können die heutigen Sparlampen ein sattes Rot nur schlecht wiedergeben und wirkt daher eher bräunlich.

Als größtes Problem wird allerdings die Entsorgung der Lampen gesehen. Da sie geringe Mengen von Quecksilber enthalten, gehören sie nicht in den normalen Hausmüll sondern sind als Sondermüll deklariert. Das bedeutet erstens viel Aufwand für die nutzenden Haushalte sowie ein erhöhter Energieaufwand bei der Entsorgung an sich.

Fazit:

In vielen Bereichen ist die Energiesparlampe sicherlich sinnvoll. Gerade in Räumen, in denen das Licht oft und lange brennt, wird an Strom und Kosten gespart. In sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel Kinderzimmern sollte, auf Grund des enthaltenen Quecksilbers, welches bei Kaputtgehen der Lampe freigesetzt wird, verzichtet werden (als Alternative können auch LED Lampen genutzt werden). Grundsätzlich führt die Energiesparlampe aber zu einem geringeren Energieverbrauch und effizienterer Rohstoffnutzung und sollte somit nicht aus Prinzip verschmäht werden. Wichtig ist ein sinnvoller Einsatz der Sparlampen im Haushalt.

Bildnachweis: © OHRAUGE – Fotolia.com

1 Antwort: “Vor- und Nachteile von Energiesparlampen”

  1. Tubel sagt:

    Das mit der Entfaltung der Leuchtkraft ist bei den neueren Modellen absolut nicht mehr der Fall. Die starten genauso schnell wie eine alte Glühbirne. Bei LED Lampen würde ich fast behaupten geht es sogar schneller. ;)

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